Emre Büyükkalfa

TÜV SÜD Teknik Güvenlik ve Kalite Denetim Ticaret Ltd. Şti.

Dürfen wir Sie bitten, sich und Ihr Unternehmen unseren Mitgliedern kurz vorzustellen?
Ich heiße Emre Büyükkalfa und Geschäftsführer der TÜV SÜD Türkei.
Seit über 150 gibt es das Unternehmen TÜV SÜD. Heute ist es in etwa 50 Ländern weltweit tätig. Wir sehen uns in der Pflicht, nicht nur die technischen Probleme unserer Kunden zu lösen, sondern ihnen darüber hinaus greifbare wirtschaftliche Werte zu schaffen. Unser Slogan ist „Mehr Wert, Mehr Vertrauen“, und ich denke, dass er die treibende Motivation hinter jedem Schritt, den wir unternehmen, gut wiedergibt. 

Unser Team von Fachleuten begnügt sich nicht damit, Technologie nur aus der Nähe zu verfolgen. Vielmehr sind wir direkte Stakeholder, wenn nicht führende Kräfte, bei der technologischen Entwicklung der uns betreffenden Leistungsfelder. Bei der Optimierung von operativen und unternehmerischen Prozessen, die wir zusammen mit unseren Kunden und Stakeholdern in Staat und Privatwirtschaft durchführen, sorgen wir für Verbrauchererfahrungen und -bewertungen auf dem höchsten Niveau. Wir sind ein Unternehmen, das die Einhaltung von Normen nach ISO zertifiziert, sei es die Firma, die für die technische Kontrolle der von Ihnen ständig genutzten Brücke zuständig ist, oder die Firma, die für die Lebensmittel- und Hygienekontrollen der Mahlzeiten zuständig ist, die Sie bei Ihrem letzten Flug zu sich genommen haben, oder die regelmäßig von Ihnen genutzte Bank. Auf diese Weise schaffen wir für Millionen Kunden Vertrauen. Als Partner für Ingenieursleistungen der größten Erzeuger von erneuerbaren Energien in der Türkei tragen wir ununterbrochen, jeden Tag und jede Minute, direkt zur Lebensqualität von Millionen Verbrauchern bei.

Über mich selbst so viel: Wie bei jedem Kind, spielte meine Familie die wichtigste Rolle in meiner Erziehung und Ausbildung. Mein mittlerweile verstorbener Vater, Ali Büyükkalfa, der lange Jahre im Top-Management von Siemens tätig war, war der Held, das Idol und das Vorbild meiner Kindheit. Er hat mich sehr dabei unterstützt, dass ich den Zweig Handel des Österreichischen Gymnasiums und die Abteilung Betriebswirtschaft der Marmara-Universität (Ausbildungssprache Deutsch) absolviert und im Jahr 2004 ein MBA-Studium an der Technischen Universität Gebze abgeschlossen habe.

Meine berufliche Laufbahn begann im Jahr 2000 bei der Metro AG als Fachmann für Organisation. Anschließend war ich bei Tansaş für die Abteilung Prozessmanagement zuständig. 2005 wechselte ich zu TÜVTÜRK in die Position des Qualitätsleiters für Fahrzeugprüfstationen. Die weiteren Stationen meiner Karriere dort waren Direktor für Unternehmensentwicklung und stellv. Geschäftsführer zuständig für Organisation. Im Sommer 2017 habe ich TÜVTÜRK verlassen und die Position des Geschäftsführers von TÜV SÜD Türkei übernommen, des deutschen Anteileigners am TÜVTÜRK-Konsortium.

In nahezu jeder Phase meiner Karriere habe ich Aufgaben in nationalen und internationalen Komitees und Arbeitsgruppen übernommen. Gegenwärtig bin ich Vorsitzender und Sprecher einer Kommission des Verbandes der Fahrzeugprüforganisationen, CITA, mit Sitz in Brüssel.  In dieser Phase habe ich eine aktive Rolle bei der Vorbereitung und Verbesserung international geltender Vorschriften gespielt und damit globale Erfahrungen und einen internationalen Horizont gewonnen.

Im Rückblick erkenne ich, dass ich mich in einer Position befinde, in der ich den Menschen in allen Bereichen ihres Lebens einen Beitrag leisten und zu ihrer Zufriedenheit beitragen kann. Das erfüllt mich mit großer Zufriedenheit. Mein Appetit nach neuen Lerninhalten, mein Bedürfnis nach kontinuierlicher Weiterentwicklung und meine Teamenergie sind sehr hoch, wie ich aus dem Feedback meiner Umgebung ersehen kann. Bei all dem halte ich mir jedoch stets einen Spiegel vor, um den Blick für die Realitäten nicht zu verlieren.

Ich bin der Ansicht, dass die Präferenzen und Aktivitäten außerhalb der Arbeitsstunden einen direkten Beitrag zum Geschäfts- und Berufserfolg leisten. Ich habe eine Leidenschaft für klassische Autos, liebe Straßenfotographie und spiele in einer Musikgruppe. Damit stärke ich meine Teamfähigkeit und werde beständig daran erinnert, fokussiert zu bleiben. Diese Aktivitäten zeigen zudem, dass Wissen und Entwicklung zeitlos sind und kein Ende finden.

Ich kandidiere für den Vorstand der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer weil…
ich in der Familie und der Schule mit der deutschen Kultur in Kontakt gekommen bin und diesen Prozess des Kennenlernens im Verlauf meiner Berufserfahrungen bei der Metro AG, bei TÜVTÜRK und TÜV SÜD nahtlos fortgesetzt habe. Meine führende Position bei einem Unternehmen mit Sitz in Deutschland hat mir die Möglichkeit gegeben, das Geschäftsleben und die Geschäftsbetreibung in Deutschland und der Türkei näher kennenzulernen und einen konkreten Beitrag zu diesem Prozess zu leisten. Der Hauptgrund für meine Kandidatur um einen Vorstandssitz ist mein vorbehaltloser Glaube an die Energie der verehrten AHK-Mitglieder und die organisatorische Synergie der AHK sowie mein Wunsch, mehr individuelle Verantwortung auf dem zielgerichteten Weg der Organisation zu übernehmen

Meine Kammervision in einem Satz…
Nach meiner Einschätzung übernimmt die AHK bei der Entwicklung der Qualität und Tiefe der Wirtschaftsbeziehungen und Geschäftsmöglichkeiten zwischen der Türkei und Deutschland die Rolle eines konkreten Stakeholders und bisweilen die Aufgabe eines Prozessinhabers. Diese Eigenschaft macht aus der Kammer mehr als nur eine alternative Plattform, sie ist vielmehr ein unverzichtbares Kettenglied. Sollte ich in den Vorstand gewählt werden, dann versichere ich allen Stakeholdern, dass ich meine individuelle Verantwortung maximal in die Tat umsetzen werde, um den institutionellen Einfluss der Kammer als Kettenglied der Wirtschaftsbeziehungen zu stärken und auf Dauer zu festigen.